Honigernte



 

Anfang Juni und Mitte Juli haben die Klosterbienen meist so viel Honig produziert, dass geerntet werden kann. Nach Möglichkeit wird dazu eine kurze Trachtpause abgepasst, damit der Honig zum Erntezeitpunkt einen möglichst geringen Wassergehalt aufweist. Er wird ausschließlich dem Honigraum entnommen, der durch ein Absperrgitter vom Brutraum abgetrennt ist. Die erntereifen, stockwarmen Honigwaben (unter 18% Wassergehalt) werden abends entnommen, zum Schleuderraum transportiert, dort in einem Entdeckelungsgeschirr mittels Entdeckelungsgabel entdeckelt und anschließend in einer vollautomatischen CFM 4-Waben-Selbstwendeschleuder geschleudert.

 

Der frisch ausgeschleuderte Honig wird grob gefiltert und ruht bis zum nächsten Tag in Edelstahllagerkübeln. In dieser Zeit setzen sich die meisten Wachsteilchen an der Oberfläche ab und werden vorsichtig abgeschäumt. Anschließend läuft der Honig noch in einem Zug durch ein sehr feinmaschiges Sieb.

 

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Guter Honig wird naturgemäß früher oder später fest – was bei Honigliebhabern i. d. R. nicht sehr geschätzt wird. Wann die Kristallbildung im Honig einsetzt, hängt ab vom Zuckerspektrum, der Konzentration der enthaltenen Zuckerarten, dem Wassergehalt und der Temperatur, der er ausgesetzt ist 

 

Damit Honig streichfähig bleibt, wird er in der Imkerei wiederholt gerührt, damit sich keine großen sondern viele kleine – auf der Zunge nicht bemerkbare – Zuckerkristalle bilden.


Um unbelasteten, rückstandsfreien Honig in Premiumqualität zu ernten, behandele ich die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe, die europaweit die Existenz aller Honigbienenvölker bedroht,  ausschließlich mit Mitteln, die auch für Bio-Imkereien zugelassen sind. Durch einen eigenen Wachskreislauf ist auch ausgeschlossen, dass Rückstände von außen eingeschleppt werden.