Warum Bio-Honig günstiger ist als konventioneller Honig


Viele vergleichen den Preis von Bio-Honig mit dem konventioneller Honige und empfinden Bio-Honig dann als teurer. Das ist unfair. Wir Bio-Imker können Honig nicht zu Preisen konventioneller Imkereien produzieren.
Das hat viele Gründe:

  • Unsere Bienen leben auf Wachs, den sie selbst frisch erzeugt haben. Die Klosterimkerei betreibt einen (eigenen) offenen Wachskreislauf. Das ist viel aufwendiger, als Fremd-Wachs oder fertige Mittelwände aus Wachs unbekannter Herkunft hinzuzukaufen und zu verarbeiten.

  • Unseren Bienen-Königinnen werden nicht die Flügel geschnitten, um das Schwärmen zu verhindern. Das bedeutet mehr teurer Zeiteinsatz in den Monaten der Schwarmkontrolle.

  • Unsere Bienenstöcke bestehen aus den natürlichen Materialien Holz und Metall. Sie sind teurer, als solche aus Styropor.

  • Proben unseres Honigs und unseres Bienenwachses werden regelmäßig von der Zertifizierungsstelle ABCERT entnommen und in einem unabhängigen Labor auf Kosten der Klosterimkerei auf ihre Qualität hin (z. B. Schadstoffe) analysiert.

  • Unsere Bienen überwintern zum Teil auf ihrem eigenen Honig. Dieser kann also nicht veräußert werden. Das bedeutet zwangsläufig weniger Umsatz.

  • Muss die Klosterimkerei doch zufüttern, tut sie das ausschließlich mit Futter aus biologischem Anbau (Bioland-Zucker). Bio-Futter ist in der Regel dreimal so teuer wie Futter aus konventioneller Erzeugung.

  • Wir wandern mit unseren Bienenvölkern keine konventionellen Massentrachten (z. B. Raps) an. Der Verzicht bedeutet oftmals eine geringere Schadstoffbelastung, was positiv ist. Die Ertragseinbußen sind indessen beachtlich.

U. a. deswegen ist unser Bio-Honig nicht teurer, sondern günstiger als konventionelle Honige.