Erläuternde Hinweise zur Honiganalyse

 



Sensorische Untersuchung

Farbe: Die Farbe ist ein wichtiges Charakteristikum der verschiedenen Honigsorten.

Geruch und Geschmack: Geruch und Geschmack des Honigs müssen seiner botanischen Herkunft entsprechen.

Sorteneigentümlichkeiten sind zu tolerieren.

Konsistenz: Honig soll entweder klar dickflüssig oder feinsteif kristallisiert sein. Grobe Kristallisierung gilt als Qualitätsmangel, ebenso wie abgesetzte Kandierung.

 

Wassergehalt

Der Wassergehalt ist ein messbares Kriterium für den Reifegrad des Honigs. Honige mit hohem Wassergehalt laufen besonders leicht Gefahr, in Gärung überzugehen. Deshalb dürfen folgende Werte nicht überschritten werden:

  • Deutsche Honigverordnung: 20 % Wassergehalt
  • Honig des Deutschen Imkerbundes (DIB): 18 % Wassergehalt.

 

Elektrische Leitfähigkeit

Honigtauhonige haben von Natur aus mehr Mineralstoffe als Blütenhonige und weisen daher eine höhere elektrische Leitfähigkeit auf. Aus diesem Grund können mit einer Elektrode zur Leitfähigkeitsmessung die diversen elektrischen Leitfähigkeiten der jeweiligen Honige festgestellt werden.

 

Enzymaktivität

Alle Enzyme reagieren recht empfindlich auf alle äußeren Einflüsse wie Wärme und Licht. Daher gelten diese zumeist als Indikatoren für unsachgemäße Behandlung des Honigs. Unsachgemäße Lagerung oder eventuelle mehrfache Erwärmung sind Indikatoren, welche sich auf die Honigqualität auswirken.

 

Pollenanalyse

Die Richtigkeit botanischer oder regionaler Herkunftsangaben kann mithilfe der Pollenanalyse überprüft werden. Analog der Sammeltätigkeit der Bienen sind entsprechende Anteile von Pollen im Honig enthalten und damit im mikroskopischen Präparat sichtbar. Durch die Mikroskopie werden auch Verunreinigungen wie zu viele Hefen oder Stärke, die nicht in den Honig gehören, sichtbar.